Newsletter Anmeldung

GPexicon

Q-R

Q

Q7- Sieben elementare Werkzeuge der Qualität

Die Q7 sind eine Zusammenstellung von Methoden, die zur Unterstützung von Problemlösungsprozessen eingesetzt werden und dienen der Erfassung und Untersuchung von Fehlern.

Die Q7 weisen folgende Eigenschaften auf:

- werden vorwiegend zur Verarbeitung numerischer Daten verwendet,

- sind mit einfachen Hilfsmitteln durchzuführen,

- sind geeignet für jede Art von Gruppenarbeit,

- sind geeignet für jede Art von Problemen.

In der Phase der Fehlererfassung werden Fehlersammellisten, Histogramme und Qualitätsregelkarten benutzt. Diese Instrumente bieten die Möglichkeit, Informationen über Fehlerarten, Fehlerorte und Fehlerhäufigkeiten zu erlangen und grafisch darzustellen.

In der Phase der Fehleranalyse werden Paretodiagramm, Korrelationsdiagramm, die Methode des Brainstormings und das Ursache-Wirkungs-Diagramm eingesetzt. Diese Instrumente dienen der Ermittlung der Bedeutung einzelner Fehler, der Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Fehlereinflüssen, der Sammlung neuer Ideen zu einem Thema und der Darstellung möglicher Problemursachen.

Jedes Werkzeug kann für sich alleine angewendet werden, der Einsatz mehrerer Werkzeuge bietet jedoch zusätzlichen Nutzen, da die Q7 aufeinander aufbauen.

[mehr]


Quality Function Deployment (QFD)

Qualitätstechnik, mit der in einem mehrstufigen Verfahren Kundenforderungen gewichtet und für deren Erfüllung kritische Produkt-, Konstruktions-, Prozess- und Fertigungsmerkmale abgeleitet werden. Dabei können auch gesellschaftliche Umweltforderungen berücksichtigt werden. QFD beschreibt eine durchgängige Methodik zur kunden- und marktorientierten Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Grundlage von QFD ist die Trennung der Kundenanforderung (was wird gefordert?) von den technischen Funktionen des Produkts (wie wird es erfüllt?). Die Ergebnisse des QFD – Prozesses werden im so genannten "House of Quality" visualisiert.

[mehr]


Qualität

"Qualität" wird in unserer (Industrie-) Gesellschaft mit einer, nicht immer eindeutigen Definition verwendet. Zusätzlich variiert die intendierte Bedeutung in unterschiedlichen Kontexten und Zusammenhängen. Der meist positiv besetzte Begriff "Qualität" [lat. "qualis" - wie beschaffen], ist jedoch grundsätzlich wertneutral.

Der Qualitätsbegriff wird durch die International Organisation of Standardisation (ISO) in der ON EN ISO 8402 folgendermaßen definiert:

Qualität ist "die Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen."

Die "Einheit" dieser Definition kann eine materielle Leistung (Produkt), eine immaterielle Leistung (Dienstleistung), eine Tätigkeit, ein Prozess, ein System oder eine Kombination daraus sein.

Dieser umfassende Qualitätsbegriff ist ausgehend von der Betrachtung der Produktqualität hin zu einer umfassenden Sicht unter Einbeziehung der unterschiedlichen Aspekte (Dimensionen) der Qualität

des Produktes (Ergebnisqualität),

des (Erstellungs-) Prozesses (Prozessqualität, Verhalten),

des Potenzials des Anbieters (Image, Leistungsvermögen) und erweitert.

[mehr]


Qualitätskosten

Unter dem Betriff Qualitätskosten werden alle Kostenarten und -positionen verstanden, die entstehen, um Qualitätsanforderungen im Unternehmen erfüllen zu können. Qualitätskosten entstehen im Wesentlichen bei der Durchführung präventiver Maßnahmen sowie bei der eigentlichen Qualitätsprüfung.

Durch die Erfassung der Fehler-, Prüf- und Fehlerverhütungskosten kann die zeitliche Entwicklung sichtbar gemacht werden. Somit können eingeführte Maßnahmen bezüglich ihres Erfolges kontrolliert werden.

Innerhalb dieser Hauptgruppen lassen sich die Qualitätskosten weiter untergliedern.

[mehr]


Qualitätsmanagement

Unter Qualitätsmanagement (QM) versteht man die qualitätsbezogenen, aufeinander abgestimmten Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation durch Festlegen der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele sowie die Verwirklichung dieser durch Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung.

Aufbauend auf der Definition von "Qualität" kann "Qualitätsmanagement" daher wie folgt interpretiert werden:

QM ist die Summe aller Führungsmaßnahmen (Managementaufgaben) zur Koordination aller qualitätsrelevanten Tätigkeiten in einer Unternehmung zur Zufriedenstellung der Anforderungen/Wünsche des Kunden. Beginnend mit der Erfassung des Kundenwunsches (aus- oder unausgesprochen, vorausgesetzt), der Umsetzung in die Sprache der Unternehmung, der Realisierung des Produktes oder der Dienstleistung bis hin zur Übergabe an den Kunden in der gewünschten Form bilden Qualitätsmanagement und ein damit verbundenes Qualitätsmanagementsystem ein Rahmenkonzept für Unternehmungen.

Unter Qualitätsmanagement (QM) versteht man alle qualitätsbezogenen Tätigkeiten der Unternehmensleitung, welche die Qualitätspolitik, Ziele und Verantwortungen festlegt und diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems verwirklicht.

Die Formulierung der Ziele und der Festlegung der Verantwortlichen und Befugnisse kommen hierbei eine zentrale Bedeutung in Rahmen der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu. Hier bauen die weiteren Aktivitäten zur Umsetzung der Qualitätspolitik auf.

Das Qualitätsmanagement ist Aufgabe aller Führungsebenen des Unternehmens. Die Umsetzung der Qualitätspolitik erfordert die unternehmensweite Mitwirkung aller Mitarbeiter.

[mehr]


Qualitätsmonitoring

Das Qualitätsmonitoring-System definiert sich als systematischer Review festgelegter Kenngrößen und eingeleiteter Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Die festgelegten unternehmensinternen Standards werden in regelmäßigen Abständen überprüft.

In festgelegten periodischen Abständen wird ein Qualitätsmonitoringbericht zum Status quo der Entwicklungen in den überprüften Bereichen erstellt.

Als Grundlage dienen Ergebnisberichte der Abteilungen sowie Kundenbefragungen und Statistiken über Geschäftsergebnisse.

Durch die anschauliche Gegenüberstellung der Ergebnisse im Zeitverlauf können Trends ersichtlich gemacht, Schwachstellen identifiziert und Auswirkungen auf einzelne, dem betroffenen Prozess vor- und nachgelagerten Prozessen sowie Zusammenhänge zwischen den Prozessen visualisiert werden.

[mehr]


Qualitätsmonitoring-System

DI Dr. Karl Wagner und Friedrich R. Faustenhammer, MSc

aus "Qualität und Zuverlässigkeit", 2003

[mehr]


Qualitätspreise

(Europäische) Organisationen, die auf ihrem Weg zu Excellence beispielsweise die Selbstbewertung eingeführt haben, interessieren sich möglicherweise für eine Bewerbung um einen Qualitätspreis.

Alle Qualitätspreise versuchen das Gedankengut des TQM modellhaft zu erfassen, zu charakterisieren und quantitativ zu bewerten, wodurch vergleichbare Standards entstehen, die wiederum Vergleiche mit dem „Best in Class" ermöglichen.

Eine Bewerbung (Der Bewerbungsprozess) um einen Qualitätspreis liefert eine objektive, externe Bewertung der Position einer Organisation anhand des Excellence Modells und schärft den Focus des Selbstbewertungsverfahrens. Die Bewerber schätzen die unabhängige, externe Sicht auf ihre Organisation und betrachten den Feedback-Report als Hilfe beim Identifizieren von Stärken, die ausgebaut werden können und von Verbesserungen, die sie weiter „voran" bringen.

Als wesentlichste Preise sind der Deming Preis in Japan, der Malcolm Baldridge National Quality Award (MBNQA) in den USA und der European Quality Award (EQA) in Europa zu erwähnen.

Derzeit werden weltweit ca. 80 nationale Qualitätsauszeichnungen ausgelobt. In Österreich wurde 1995 die AFQM als Partnerorganisation der EFQM (European Foundation for Quality Management) gegründet. Sie verfolgt das Ziel, heimische Unternehmen auf ihrem Weg zur gelebten „Excellence" zu begleiten und zu unterstützen.

[mehr]


Qualitätsprüfung

Festlegen, inwieweit eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllt. (nach DIN 55350)

[mehr]


 

R

RADAR

Die RADAR-Logik repräsentiert das Bewertungsmodell der EFQM. Sie fasstkurz und prägnant die Anforderungen zusammen, die innerhalb des EFQM-Modells in den Befähiger- und den Ergebnis-Kriterien abgedeckt werden sollten.

RADAR ist ein Akronym für:

Results (Ergebnisse)

Approach (Vorgehen)

Deployment (Umsetzung)

Assessment und Review (Bewertung und Überprüfung).

Durch den Einsatz der Radar-Logik kommt es zu einem vertieften Anwenden der Regelkreisgedanken. Insgesamt wird die konsequente Nutzung von Lernchancen durch die gesamte Organisation wesentlich stärker betont.

Der RADAR-Logik immanent ist die PDCA-Logik, indem sie ausgehend von den Ergebnissen dazugehörende Vorgehensweisen, die entsprechende Umsetzung sowie Bewertung als folgerichtige Schritte festlegt.

Dieses logische Konzept empfiehlt einer Organisation folgendes:

- Sie muss die Ergebnisse (Results ) bestimmen, die sie mit ihrem Politik- und Strategieprozess erzielen möchte. Diese Ergebnisse enthalten die Leistung der Organisation in finanzieller und operationeller Hinsicht und berücksichtigen die Einstellung ihrer Interessengruppen.

- Sie muss eine Reihe fundierter Vorgehensweisen (Approaches) planen und zu entwickeln, um gegenwärtig und zukünftig die geforderten Ergebnisse zu erzielen.

- Sie muss Vorgehensweisen auf systematische Art und Weise umsetzen (Deployment), um deren vollständige Einführung zu gewährleisten.

- Sie muss verwendeten Vorgehensweisen und deren Umsetzung bewerten und überprüfen (Assement und Review), und zwar durch Überwachung und Auswertung der erzielten Ergebnisse und mit Hilfe lernorientierter Maßnahmen. Daraus sind bei Bedarf Verbesserungen zu identifizieren, zu priorisieren, zu planen und einzuführen.

[mehr]


Risikomanagement

Risiko bezeichnet die Möglichkeit eines finanziellen, materiellen oder immateriellen Verlusts.

Risikomanagement dient dazu, Risiken für ein Projekt zu identifizieren, zu analysieren und schließlich zu kontrollieren, um potentielle Risiken nicht zu einer echten Gefahr für den Projekterfolg werden zu lassen. Diese Maßnahmen kann man zusammenfassend als Risikomanagement bezeichnen. Das Ziel ist der erfolgreiche Abschluss des Projekts.

Funktionen des Risikomanagements sind die Risikoanalyse, Risikobewertung und Entwicklung risikopolitischer Maßnahmen (vermeidend oder vorsorgend).

Ziele des Risikomanagements sind

- die Erfassung des Risikos

- die Minimierung der Schäden

- das Nutzen von Potentialen

[mehr]